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Ich bin der neue Enten-Kumpel, obwohl mir noch nicht ganz klar ist, ob die Ente nun Freund oder Feind ist. In den ersten Tagen näherten wir uns einander ganz vorsichtig unter Beobachtung von Frau Hempel. Dann ist irgendwann das Eis gebrochen und ich habe mit der Ente wie mit einem alten Kumpel getobt. Wir jagten durch den Garten, sprangen und balgten uns und machten einfach alles, was Spaß macht, aber schließlich hat die Ente mich so doll gekniffen, dass ich zurückschnappen musste! Jetzt dürfen wir nur noch miteinander toben, wenn Frau Hempel dabei ist.
Ach ja, ich habe ganz vergessen, mich vorzustellen: Ich bin jetzt 10 Wochen alt und ein Bull-Pei … Ein was?, fragen Sie? ... Ein Bull-Pei entsteht, wenn eine reinrassige Shar Pei-Dame mit einem Bulldoggen-Herrn fremdgeht. Das Resultat bin ich! – Meine Pflegefamilie ist cool. Ein bisschen blöd ist es, dass ich nicht alles darf ... Ich habe auch schon die Kaninchen kennengelernt und wollte sie natürlich sofort jagen. Die Hühner zu jagen macht auch Spaß, weil die so gern wegflattern, und Katzen sind auch plem-plem ...
Anfangs hatte man ja überlegt, ob man mir einen edlen britischen Namen geben soll oder vielleicht auch einen exotischen chinesischen. Genannt haben sie mich aber alle „Falte“, weil ich eben so viele Falten habe, und schließlich blieb es bei Falte. DER Falte. Obwohl ich manchmal denke, ich heiße eher „Nein!“ oder „Aus!“ oder „Lass das!“.
Ich bin sehr klug. Das hilft mir dabei, meine neue Familie zu erziehen und auszutricksen. Ich fahre gern Auto. Zum Gassigehen würde mir der Garten vollkommen ausreichen, denn Hundegeschirr und Leine halte ich für absolut überflüssig. Und bei Fuß irgendwohin zu laufen, ist einfach nur doof. Es gibt in der Stadt doch so viel zu schnüffeln und zu entdecken, da braucht Frauchen für 100 Meter Gassigehen mit mir schon mal eine ganze Stunde!
Von Welpenfutter halte ich ebenfalls nichts, die Wurmkur habe ich gleich zusammen mit dem Futter wieder ausgek ... Daraufhin hat Frau Hempel mir Hühnchen mit Reis gekocht, das war vollkommen richtig. Aber Frau Hempel ist hartnäckig und besteht auf „gesunde Welpennahrung“. Also musste ich schließlich mit langen Zähnen doch wieder an das Welpenfutter ran ... Ich bekomme aber auch frisches Fleisch und Dosenfutter und viel Zeug zum Knabbern. Es wurden zwei große Hüftknochen gekauft – einer für Zuhause und einer für die Praxis. Zuhause habe ich alles, was das Bull-Pie-Herz begehrt: mein Bettchen mit Lammfell, meine Spielzeuge, mein Knabberzeug und meine Futterschüssel. Inzwischen liebe ich die Ente, und ich glaube, sie liebt mich auch.
Ich bin ein sehr guter Hund! Ich bin kerngesund, kann rennen wie ein Windhund und springen wie ein Känguru, was mir keiner zutraut. Ich bin sehr dominant und hochintelligent. Das macht mein Leben bei Frau Hempel nicht einfach. Ich habe ein sehr gutes Zuhause, aber mein Herrchen ist mir viel lieber als mein Frauchen. Bei der kann ich nämlich leider nicht alles machen, was ich will. Frau Hempel ist echt zu kompliziert. Sie ist fast immer anderer Meinung als ich und redet ständig von Hundeerziehung und versucht sich „durchzusetzen“ ... Sie meint, gerade so ein „Bullpei“ (Englische Bulldogge-Shar Pei-Mix) müsse gehorchen. Ich darf fast überallhin mit, aber ich bleibe auch alleine zuhause. Ich bin ein sehr guter Wachhund, Fremde dürfen meinen Garten nicht betreten. Frau Hempel sagt ich wäre ein „guter Hund“.